Lichtenberger Register

Register sind Dokumentationen von rassistisch, antisemitisch, lbgtiq-feindlich*, antiziganistisch, extrem rechts, rechtspopulistisch und anderen diskriminierend motivierten Vorfällen, die sich in den Berliner Stadtbezirken ereignen.

Seit 2006 existiert das Register im Bezirk Lichtenberg. Es wurde als zweites Register nach dem Pankower etabliert und ist bei der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke (pad gGmbH) angesiedelt.

Das Register wird aus Mitteln des “Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ finanziert. Die Zahlen werden am Ende des Jahres analysiert und in einer Auswertung zusammengefasst. Die Ergebnisse werden in verschiedenen bezirklichen Gremien vorgestellt und der lokalen Politik und Zivilgesellschaft zur Verfügung gestellt. Die monatliche Chronik für Lichtenberg findet sich hier. 

Der aktuelle Jahresbericht für 2019 ist hier nachzulesen.
Die Einleitung:

Die Zahlen des Lichtenberger Registers sind im Jahresvergleich von 2018 (210 Vorfälle) zu 2019 (258 Vorfälle) um über 20% angestiegen.
Grund des Anstiegs waren vorrangig die Aktivitäten extrem rechter Akteur_innen im Europa-Wahlkampf und die Aktivierung weiterer Melder_innen im Bezirk durch neue Kommunikationswege und neue berlinweite thematische Kooperationspartner_innen.

Nennenswerte Anstiege gab es bei der Zahl der Propaganda (2018: 121, 2019: 150), den Bedrohungen/Beleidigungen/Pöbeleien (2018: 21, 2019: 34), den Angriffen (2018: 22, 2019: 28) und den Sachbeschädigungen (2018: 5, 2019: 13).
Inhaltlich ist weiterhin Rassismus (2018:110, 2019:109) das dominante Motiv. 24 diskriminierende Vorfälle wurden im Kontext des Wahlkampfs gezählt. Steigerungen gab es vor allem bei der LGBTIQ*-Feindlichkeit (2018:2, 2019: 14) und beim Antisemitismus (2018:4, 2019:12).

Hier gehts zur Facebook-Seite des Lichtenberger Registers: facebook.com/lichtenbergerregister