Workshop „Familiengeschichte zur Zeit des Nationalsozialismus erforschen“
11.7.2026, 10:00 – 14:30 Uhr und 21.11.2026, 10:00 – 14:30 Uhr
Über die Lebensgeschichten ihrer Verwandten zwischen 1933 und 1945 ist vielen Menschen nur sehr wenig bekannt. Dennoch können familiäre Erinnerungen und Dokumente erste Ansatzpunkte geben um mehr über die eigene Familienvergangenheit herauszufinden und um beispielsweise Aktenauskünfte in Archiven zu beantragen.
In den Workshops werden unterschiedliche Rechercheansätze, Wissen über Erinnerungsweitergabe sowie über Formen von NS-TäterInnenschaften vermittelt. Im Fokus stehen mögliche TäterInnenschaften und Beteiligungen von Angehörigen im Kontext der NS-Verbrechen.
Der erste Workshop zeigt mögliche erste Schritte der Recherche auf, im zweiten Workshop werden diese vertieft und Hilfen zur Einordnung der Ergebnisse vorgestellt.
Referentin: Maria Gleu (@familiengeschichte.im.ns)
Ort:
Bürgertreff „Gemeinsam im Kiez leben“ der Cooperative Mensch eG
Schöneicher Str. 10A
13055 Berlin
Anmeldung: mitmachen@licht-blicke.org oder 0176 4808 1652
Alle Infos zum Workshop hier.
Film und Gespräch: „Nestwärme – mein Opa, der Nationalsozialismus und ich“
Dienstag, 21.07.2026, 19 Uhr
Ein vererbter Familienschatz an Fotos und Filmaufnahmen zeigen den Großvater in den 1940er-Jahren, in einem der Filmausschnitte am Jackenaufschlag ein Hakenkreuz. Wie verändert sich der Blick auf einen geliebten Menschen durch ein Symbol, das für millionenfaches Morden steht? Wieiviel wissen wir über unsere Großeltern und wie lässt sich ein Puzzle aus Fotos und Filmaufnahmen, Erinnerungen und Familiennarrativen sowie Archivalien zu einem kohärenten Bild zusammensetzen, wo sich das Scharnier aus Geschichte und Familiengeschichte zusammenfindet? Ein Ringen um die Erinnerung.
Produktion:
Filmuniversität I Film University Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11, D-14482 Potsdam
Im Anschluss gibt es ein Filmgespräch mit dem Filmemacher Eric Esser.
Ort:
Raum für Beteiligung im Hubertusbad
Hubertusstraße 47
10365 Berlin
Anmeldung: mitmachen@licht-blicke.org
Buchvorstellung und Gespräch: „Present Past. Wie Nachfahren ihre NS-Familiengeschichte erforschen“
Donnerstag, 24.9.2026, 18 Uhr
Wie finde ich heraus, was meine Vorfahren in der NS-Zeit gemacht haben? Im Buch „Present Past“ von Claudia Krieg und Johannes Spohr berichten zehn Nachfahren, wie sie ihre Familienrecherche angegangen sind – und wie sie mit den Erkenntnissen umgehen. Herausgeber Johannes Spohr betreibt in Berlin den Archivrecherchedienst „Present Past” und begleitet Menschen auf der Suche nach der NS-Geschichte in ihrer eigenen Familie. Das Buch zeigt einen Ausschnitt seiner Arbeit und gibt zugleich Einblick in persönliche Erinnerungspraktiken einer wachsenden Minderheit in der deutschen Gesellschaft, die auch in Lichtenberg zu finden ist.
In einer Lesung mit anschließendem Gespräch diskutieren Johannes Spohr und Claudia Krieg aktuelle Entwicklungen in der Erinnerungskultur – und wie sie das Schreiben über NS-Täter*innenschaft in Familien beeinflussen.
Ort: tba (in Lichtenberg)
Anmeldung: mitmachen@licht-blicke.org
Film und Gespräch: „Displaced“
Donnerstag, 22.10.2026, 19 Uhr
Für die gebürtige Münchnerin Sharon Ryba-Kahn ist die Vergangenheit nicht vergangen, sie ist allgegenwärtig. Mit den Augen der dritten Generation nach der Schoah blickt Sharon auf sich selbst, auf ihre Familie und ihr deutsches Umfeld. Anlass gibt der Kontakt zu ihrem Vater; viele Jahre lag die Beziehung auf Eis. Er lebt in Tel Aviv, sie in Berlin. DISPLACED ist weit mehr als ein Selbstporträt. Mit bohrenden, oft unbequemen Fragen beleuchtet sie das schwierige Familienverhältnis und das Unbehagen, das sie in Deutschland umtreibt.
Im Anschluss gibt es ein Filmgespräch mit der Regisseurin Sharon Ryba-Kahn.
Ort: tba (in Lichtenberg)
Anmeldung: mitmachen@licht-blicke.org
Eine Veranstaltungsreihe des Runden Tisches für politische Bildung Lichtenberg in Kooperation mit dem Antisemitismusbeauftragten Lichtenbergs.
Für alle Veranstaltungen gilt:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, verschwörungsideologische, antifeministische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zugang zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.