Freitag, 11. September 2026, 16:00 – 18:00 Uhr
Treffpunkt wird nach Anmeldung bekannt gegeben.
Am Tag der Wohnungslosen gibt der Historiker Thomas Irmer einen Rundgang über das Gelände des ehemaligen Arbeitshauses Rummelsburg. Im Mittelpunkt steht die wenig bekannte Geschichte des Arbeitshauses und seiner Insass*innen. Arbeitshäuser wurden zur Unterbringung sogenannter Randgruppen wie Bettelnden, Wohnungslosen und Prostituierten errichtet. Das 1879 eröffnete Arbeitshaus Rummelsburg war die größte Einrichtung dieser Art in Deutschland. Durch einfache körperliche Arbeit sollten die Insass*innen an ein „ordentliches Leben gewöhnt“ werden. Die Nationalsozialisten planten, Rummelsburg zur „Sammelanstalt für Asoziale und Gefährdete aller Art“ auszubauen. Nach 1945 richtete die Volkspolizei dort ein Männergefängnis ein, in das auch politische Oppositionelle inhaftiert wurden. Im Rundgang wird die vielfältige Geschichte des Ortes vom Kaiserreich bis in die Gegenwart beleuchtet.
Anmeldung: mitmachen@licht-blicke.org
Eine Veranstaltung der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke.
Der Rundgang ist Teil der Eugeniu Botnari Gedekwochen. Das vollständige Programm der Gedenkwochen finden Sie hier.