In dieser Folge sprechen wir mit Michele Segal anlässlich des 100. Geburtstags ihres Vaters Manfred Segal am 2. November 2026. Manfred Segal lebte die ersten Jahre seines Lebens in Lichtenberg in der Nähe des Stadtparks. Er erlebte als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener das Nazi-Regime und überlebte es, als Jude verfolgt, versteckt an verschiedenen Orten in Berlin und Brandenburg.
Seine Tochter Michele trägt seine Erinnerungen an diese Zeit weiter und berichtet von antisemitischen Angriffen in der Grundschule, erzwungenen Umzügen, verunmöglichten Ausreiseplänen, drohenden Deportationen, den Schrecken des Krieges und ihrem in Auschwitz ermordeten Onkel, aber auch von einem liebevollen Elternhaus, einer durchsetzungsstarken und beschützenden Mutter, die zahlreiche Verstecke organisiert, von Wundern und einem Engel, die zum Überleben beitrugen, von der Entscheidung, Deutschland nach dem Krieg zu verlassen und einem neuen Leben in den USA.
Das Gespräch wurde auf Englisch geführt. Eine Übersetzung ins Deutsche findet sich hier.
Das Gespräch führte Sophie Groß.
Hier finden sich der Podcast und die Infos über die Stolpersteinverlegung für Familie Segal im März 2026.
Hier finden sich die Bildungsmaterialien „An wen wollen wir erinnern? Widerständige Frauen gegen den Nationalsozialismus in Lichtenberg und umkämpfte Erinnerung im öffentlichen Raum“ in denen Erna und Gerda Segal porträtiert werden.
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